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Der Aldi-PC: Lohnt sich der Kauf beim Discounter?

Die Discounterkette Aldi bietet mehrmals im Jahr Komplett-PCs, Notebooks sowie Tablet PCs für vergleichsweise niedrige Preise. Aber können die Geräte mit denen aus dem Elektrofachhandel mithalten? Einige Verbraucher schätzen das Preis-Leistungs-Verhältnis, während andere dem Kauf skeptisch begegnen. Wir sagen Ihnen, auf welche Faktoren Sie beim PC-Kauf im Discounter achten sollten und ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Mangelnde technische Informationen und Beratung

Die Elektrofachmärkte haben in den letzten Jahren Konkurrenz von Discountern bekommen. Denn die Supermärkte beschränken sich in den Sonderangeboten längst nicht mehr auf Lebensmittel, Drogerieartikel und Kleidung, sondern führen mehrmals im Jahr Computer, Notebooks sowie Tablet PCs. Grundsätzlich steht der der Discounter Aldi für niedrige Preise und teilweise gute Angebote.

Aber gilt das auch für PCs?

Zumindest die technischen Informationen, die die Kunden erhalten, beantworten nicht alle Fragen, die sie sich vor dem Kauf eines Komplett-PCs stellen. Zum Beispiel fehlen bei manchen Angeboten Angaben zur Grafikkarte, der Festplattengröße oder den RAM-Bausteinen. Diese Angaben sind jedoch für den Verwendungszweck der Geräte sehr wichtig. Andererseits gibt es wiederum Computer, bei denen der Kunde alle erforderlichen Informationen erhält. Punktabzug gibt es bei der Beratung. Im Gegensatz zum Elektro- beziehungsweise Computerfachhandel fehlen dem Personal die Fachkenntnisse, so dass Interessenten keine Beratung erwarten dürfen.

Notebooks und PCs von Medion

Oft vertreibt Aldi Notebooks und Computer der Firma Medion, die prinzipiell gute PCs herstellt. Wie bei jedem PC sollten Verbraucher besonders auf die Komponenten sowie die Haltbarkeit achten. So entscheidet beispielsweise die Ausstattung eines Gaming Laptops darüber, ob neue Spiele mit hohen Grafik- sowie Prozessoranforderungen auf dem Gerät laufen. Wer unsicher ist, ob die PCs halten, was sie versprechen, wartet den Test der Stiftung Warentest oder der PC-Magazine ab. So prüfte Computer Bild im Juli 2012 den Aldi-PC in einem Kurz-Test, mit dem Ergebnis, dass der Rechner zwar einen guten Prozessor und eine Mittelklasse-Grafikkarte besitzt, jedoch bei anspruchsvollen Spielen an seine Grenzen stößt.

Vergleich zum Fachhandel

Wer stattdessen in den Fachhandel geht, findet dort verschiedene Komplett-PCs sowie Laptops in unterschiedlichen Preis- sowie Ausstattungsklassen. Zwar erfüllen die Geräte auch hier nicht alle Ansprüche, doch stehen die Chancen besser, eine kompetente Beratung zu erhalten. Zudem sind alle wichtigen Informationen zu den PCs aufgelistet, weshalb sich Kunden über die Ausstattung besser informieren können.

Darüber hinaus wenden Sie sich bei einem Defekt innerhalb der zweijährigen Garantiezeit an den Fachhandel, der sich mit dem Hersteller in Verbindung setzt. Im Gegensatz dazu nimmt der Discounter nur innerhalb von zwei bis vier Wochen das Gerät an. Nach Ablauf dieser Zeit müssen sich Kunden direkt an den Hersteller wenden.
Fazit

Grundsätzlich bietet Aldi gute Computer und Notebooks an, die die häufigsten Office-Anwendungen erledigen und sich für Browserspiele sowie Musik eignen. Über den folgenden Link gelangen Sie zu einer Liste aller Discounter PCs von 2005 bis 2012. Bei aufwändigen Spielen scheitert es jedoch in einigen Fällen an der Grafikkarte, dem Prozessor oder dem Arbeitsspeicher. Wer sich mit PCs kaum auskennt oder hohe Ansprüche an den Rechner stellt, ist mit dem Kauf im Fachhandel besser beraten.